BELGISCHER SCHÄFERHUND

 

Auszug aus „Hunde-Enzyklopädie“ von Esther J. J: Verhoef-Verhallen

 

GROENENDAEL/TERVUEREN, MALINOIS, LAEKENOIS

 

 

HERKUNFTSLAND: ist bei allen vier Varietäten Belgien

 

VERANLAGUNG/TYP: Ursprünglich Treibhund, jetzt Wach-, Schutz-,Sport- und Familienhund

 

GRÖSSE: Rüden erreichen eine Schulterhöhe von ca. 62 cm, bei Hündinnen beträgt sie ca. 58 cm; Abweichungen von 2 cm nach unten und 4 cm nach oben werden zugestanden.

 

 

Groenendael und Tervueren

 

FELL: Die Hunde besitzen ein mittellanges, üppiges Fell mit Unterwolle. Groenendael sind schwarz, evt. mit etwas Weiss auf der Brust. Tervueren kommen vor in Rot, falb- und mahagonifarben, mit schwarzen Grannen und schwarzer Maske.

 

PFLEGE: Die Hunde sollten nicht allzu oft gebürstet oder gekämmt werden, da die Unterwolle beschädigt werden könnte. Während des Fellwechsels ist ein grobzinkiger Kamm allerdings sehr nützlich.

 

CHARAKTER: Energisch, wachsam, intelligent, arbeitswillig, sehr beweglich. Groenendael und Tervueren bleiben gerne dicht bei ihrem Besitzer- auch im Haus.

 

AUFZUCHT, ERZIEHUNG: Beide Schäferhundvarietäten müssen als kleine Welpen in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden. Man sollte sie öfter einmal an unbekannte Plätze mitnehmen, oder ihnen- unter Aufsicht- Kontakt zu anderen Menschen und Tieren ermöglichen. Dabei muss natürlich darauf geachtet werden, dass diese Begegnungen positiv verlaufen. Die Hunde lernen schnell und reagieren gut auf die Stimme ihres Herrn.

Schlagen oder Schreien ist also absolut unnötig und kann gegebenenfalls zum gegenteiligen Resultat führen. Eine sanfte Art ist für das Tier am besten. Die Hunde sind begeisterte „Ballspieler“.

 

VERTRÄGLICHKEIT: Wenn die jungen Hunde bereits früh mit anderen Lebewesen zusammengebracht werden, so kommen sie später prima mit Artgenossen wie auch mit anderen Haustieren zurecht. Auch der Umgang mit Kindern sollte nach so einer Gewöhnungsphase kein Problem mehr

sein. Gegenüber Fremden sind sowohl Groenendael wie auch Tervueren etwas zurückhaltender.

 

BEWEGUNG: Wenn die Hunde ausser Haus genügend Auslauf bekommen, sind sie daheim entsprechend ruhig. Die meisten von ihnen sind vom Ballspielen und Apportieren ausgesprochen begeistert.

 

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Malinois

 

FELL: Das Fell ist kurz, dicht, falbfarben mit schwarzen Haarspitzen und schwarzer Maske.

 

PFLEGE: Der Malinois braucht wenig Fellpflege: ab und zu ein wenig bürsten ist ausreichend. Die Hunde lassen sich gut in einem Aussenzwinger halten, wenn sie genügend Aufmerksamkeit, Zuwendung und vor allem Bewegung bekommen.

 

CHARAKTER: Aufmerksam, mutig und arbeitswillig; guter Wachhund, grosse Beständigkeit und Ausdauer; lebendig, intelligent, sehr anhänglich an seinem Herrchen, dabei aber auch dominant.

 

AUFZUCHT, ERZIEHUNG: Der Hund lernt relativ schnell. Wegen seiner etwas dominanten Art braucht er eine starke und feste Hand.

 

VERTRÄGLICHKEIT: Der Malinois geht im allgemeinen gut mit Kindern um. Nach einer guten Sozialisierung sollte auch der Umgang mit anderen Haustieren problemlos verlaufen. Anderen Hunden gegenüber geben sie sich meist eher dominant.

 

BEWEGUNG: Die Hunde dieser Rasse sind gut abzurichten – auch auf Wettkampfniveau. Aber auch wenn man keine Ambitionen in dieser Richtung hegt, sollte man regelmässig mit dem Hund „arbeiten“, damit er seine Energie abbauen kann. Die meisten Malinois sind ganz wild auf Ball spielen, Schwimmen, Apportieren, Laufen und andere Spiele.

 

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Laekenois

 

FELL: Das Fell ist rauh, hart und struppig, mit dunkel geflammter Behaarung auf Fang und Rute.

 

PFLEGE: Dieser rauhaarige Hund muss – in Abhängigkeit von Beschaffenheit des Fells – ungefähr zweimal pro Jahr getrimmt werden, wobei überflüssige Haare aus dem Fell „gepflückt“ werden. Mann sollte sich nie verleiten lassen, den Hund zu scheren, das Fell würde für viele Jahre darunter leiden. Neben dem Trimmen muss das Fell mit einem groben Kamm gekämmt werden. Die Laekenois können gut in einem Aussenzwinger gehalten werden, wenn sie genügend Aufmerksamkeit und Bewegung bekommen.

 

CHARAKTER: Aufmerksam, tüchtig, mutig und arbeitswillig; guter Wachhund, grosses Durchhaltevermögen; er ist lebendig, intelligent, dominant, sehr anhänglich an seinen Herrn.

 

AUFZUCHT, ERZIEHUNG: Um dominanter Partner im Verhältnis Mensch/Hund zu werden, sollte der Besitzer den Laekenois frühzeitig erziehen. Die Hunde sind in der Regel ausgesprochen intelligent und lernen schnell, man sollte daher das Training möglichst abwechslungsreich gestalten.

 

VERTRÄGLICHKEIT: Diese Schäferhunde gehen im allgemeinen gut mit Kindern um. Im Verhältnis zu anderen Hunden geben sie sich meist eher dominant, aber nach einer guten Sozialisierung sollte auch der Umgang mit Katzen und anderen Haustieren problemlos verlaufen.

 

BEWEGUNG: Diese Rasse besitzt einen grossen Bewegungsdrang. Laekenois sind hervorragende Arbeits-, Wach- und Schutzhunde. Man muss ihnen aber immer die Gelegenheit bieten, ihre fast schon übergrosse Energie auszutoben. Sie lieben es, völlig unabhängig von der Witterung, draussen zu sein.

 

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